Mondioring ist eine Schutzhundesportart
Aus den bekanntesten Schutzhundesportarten von Europa: Deutscher Schutzhund, Schweizer Schutzhund, IPO, Französisch Ring, Campagne, Belgischer Ring und KNPV (Holländischer Ring) wurde das Mondioring Programm entwickelt. Die einzelnen Aufgaben im Mondioring sind immer gleich, jedoch werden sie bei jeder Prüfung oder Training anders gestaltet. Diese Veränderungen stellen an Hund und Hundeführer sehr hohe Anforderungen und verlangen von beiden ein hohes Maß an Flexibilität. Auch die Reihenfolge der einzelnen Disziplinen in Unterordnung, Sprünge und Schutzdienst wird vor jeder Prüfung ausgelost und ist somit jedes Mal anders. Das ist es was mir gefällt da es nicht „Schema F” ist, sondern wirklich immer etwas anderes.
Der Hund beißt, durch die Arbeit im Costume, vorzugsweise ins Bein. Dies ist für den Hund eine sehr angenehme Position, bei der er auf allen 4 Beinen stehen kann. Außerdem wird durch dies die Rücken- und Nackenpartie, sowie die Wirbelsäule geschont. – Bei der Palisade befindet sich – im Gegensatz zu einigen anderen Ringsportarten – eine Abstiegshilfe, welche die Gelenke beim Absprung schont. Zusammenfassend kann also gesagt werden, daß der Hund, der im Mondioring geführt wird, nicht – wie fälschlicherweise oft behauptet – “scharf gemacht” oder “zivil ausgebildet” wird. Ganz im Gegenteil… das Costume hat nichts mit der Zivilarbeit zu tun! Mondioring-Hunde müssen ein hohes Maß an Kontrollierbarkeit, Flexibilität, Wesensfestigkeit und Vielseitigkeit haben und müssen ein gutes Sozialverhalten aufweisen.
Unterordung:
-> Ablegen unter Ablenkung: Der Hund wird an einer bestimmten Stelle abgelegt, der HF ist außer Sichtweite. Ein Helfer versucht den Hund mit irgendwelchen Gegenständen, Geräuschen,…zum Aufstehen zu animieren (1 min.).
-> Apportieren: Hier muss der Hund einen vom Richter gewählten Gegenstand bringen (5m, 15 sec.). Dies kann ein beliebiger Gegenstand sein, der aus Holz, Plastik, Gummi, Stoff,…besteht, woran sich der Hund nicht verletzen kann.
-> Fußlaufen: Hier muss man einen vom Richter gewählten Parcour (je nach Schwierigkeitsgrad) mit dem fußlaufenden Hund bestreiten (man darf keinerlei Kommandos geben). Durch ein einmaliges Hupen wird signalisiert, dass man stehenbleiben muss, durch erneutes einmaliges Hupen muss man wieder weitergehen. Es können auch verschiedene Hindernisse oder Geräte, die man aufheben, schieben, überwinden,…muss, im Parcour eingebaut.
- > Futterverweigerung: Hier wird der Hund abgelegt – der HF ist außer Sichtweite – und dem Hund wird Futter (Wurst, Fleisch, Käse, Knochen,…) hingehalten, hingeworfen. Der Hund darf weder daran riechen noch es fressen oder ablecken. Im Idealfall dreht der Hund den Kopf weg. Die Anzahl der Wurst- oder Fleischstücke richtet sich nach dem Schwierigkeitsgrad.
-> Holz Identifikation: (Hier bekommt der HF am Anfang der Prüfung ein Holzstück, dass er während der Prüfung bei sich trägt). Der HF legt es an eine vom Richter gewählte Stelle in 30 m Entfernung vom Abgang ab. Vom Ringhelfer werden danach noch 4 finden und selbständig zum HF zurückzubringen.
-> Positionen: Der Hund wird an der Linie abgelegt/gestellt/gesetzt. Der HF geht – je nach Schwierigkeitsgrad – 5, 10 oder 15 Meter vor den Hund und gibt Hörzeichen (Sitz, Platz, Steh). Der Hund darf die Linie nicht übertreten.
-> Voran: Hier muss der Hund so schnell wie möglich und gerade voranlaufen, bis er eine Linie (40m) überquert. Danach wird er abgerufen.
prünge
Im Mondioring gibt es 3 Sprünge: Hochsprung, Weitsprung und Palisade
Hochsprung

(Bilder: mondioring-bodensee.de)
Weitsprung

(Bilder: mondioring-bodensee.de)
Palisade

(Bilder: mondioring-bodensee.de)
Schutz
-> Angriff mit Gegenständen: Der Figurant versucht durch Blockaden mit verschiedenen Gegenständen den Hund vom Beißen abzuhalten ohne ihn zu verletzen. Unbeeindruckt muss der Hund beißen. In der MR II und III wird entweder der Angriff m. Stock oder der Angriff m. Gegenständen über ein Hinderniss absolviert (wird vom Richter bestimmt).

(Bilder: mondioring-bodensee.de)
-> Flucht gebissen: Der Hund wird auf Kommando geschickt, während des Anbisses werden Schüsse abgegeben. Auf das Hupgeräusch des Richters wird der Hund abgerufen und muss sofort zum HF zurück.
-> Flucht abgebrochen: Der Hundeführer erfährt erst wenn der Hund los geschickt wurde (durch hochheben einer roten oder grünen Fahne), ob es sich um eine gebissene oder eine abgebrochene Flucht handelt und muss, im letzteren Fall, den so knapp wie möglich abrufen (ca. 2 Meter vor dem Figurant). Je näher, desto mehr Punkte. Der Hund darf den Figuranten weder beißen noch mit dem Maul berühren. Sonstiges Berühren (abbremsen oder ähnliches) ist erlaubt.
-> Führerverteidigung: Der HF steht mit dem Hund an einer vom Richter gewählten Stelle (keinerlei Kommandos erlaubt), wird begrüßt, umkreist,… Der Figurant versucht den Hund abzudrängen, wegzulocken und zum Beißen zu animieren. Erst wenn der HF mit beiden Armen angegriffen wird, darf der Hund beißen. In der MR II Fluchten gemacht, in der MR III 3 Fluchten.
-> Gegenstand bewachen: Der Hund kommt in die Mitte zweier Kreise und bekommt einen Gegenstand zu bewachen (HF außer Sichtweite). Nun kommt der Schutzhelfer und versucht den Hund aus den Kreisen zu locken oder während des Beißens rauszuziehen. Der Hund darf den Kreis nicht verlassen und muss ohne Kommando ablassen und zum Gegenstand zurückkehren. Es werden insgesamt 3 Versuche der Figuranten gestartet, wobei bei zweien auch ein Gegenstand verwendet wird.

(Bilder: mondioring-bodensee.de)
-> Stockattacke: Der Figurant versucht durch eine Blockade mit dem Klapperstock den Hund vom Beißen abzuhalten. Dieser muss unbeeindruckt angreifen und beißen, bis er abegerufen wird. Dabei muss er sofort zum HF zurückkehren. In der MR II und III kann dieser Angriff oder Angriff mit Gegenständen über eine Hürde gehen (wird vom Richter bestimmt).
-> Suchen und Transport: HF und Hund verlassen den Platz. Der Figurant versteckt sich in einem vom Richter gewählten Versteck. Der Hund muss nund den gesamten Platz nach dem Figuranten absuchen (je nach Platzgröße ca. 2-3 min.). Nach Auffinden muss er ihn verbellen. Auch hier versucht der Figurant zu flüchten wovon ihn der Hund selbständig und ohne Kommando abhalten muss.
Wir bedanken uns für diesen Beitrag und können die Seite jedem neugierigen Hundefreund über Mondioring nur empfehlen. Weiter Findet Ihr auf der Bodensee Seite für Mondioring nützliche Tipps und Informationen, Videos über Mondioring, Workshops, Prüfungskalender, Ergebnisse und vieles mehr.
Quelle: Mondioring Bodensee
Prüfungsordnung: www.mondioring-bodensee.de/media/mondioring-po.pdf
